Wir diskutieren Berliner Straßenbahnlinien, woher das „M“ in M10 kommt, sind überrascht welche die meistbefahrende Straßenbahnlinie Deutschlands ist, wie viel Stau so eine Straßenbahn wegmacht und doxen Max versehentlich. Mehrfach.
Gemeinsam lachen wir über Wolfgang Kubickis schlechtes Wahlergebnis zum FDP-Vorsitzenden und stellen uns den frischen Wind vor, den der 74 Jährige wohl bringen wird.
Weil alles über den Ferrari Luce reden reden auch wir über den Ferrari Luce. Was eigentlich nur als Witz gedacht war entwickelt sich zu einem echten Gespräch von zwei Leuten die Keine Ahnung aber wissen wer Jony Ive ist haben.
Podcast-Finanzierung: Daueraufträge sind das neue Patreon und die SEPA-Echtzeitüberweisung ist sexier als PayPal.
Wir überlegen ob „Wero“ der plural von Euro (gesprochen: „You-ro“) ist und nicken in Annerkung eines so clever-dämlichen Namens zustimmend mit dem Kopf.
Wir drehen am Glücksrad in der Bunq-App und fragen und ob das eigentlich legal ist und warum wir für die ständigen Bunq Erwähnungen eigentlich kein Geld bekommen.
Tastaturen: Robb hat eine extrem teure Custom-Tastatur bestellt („Ferrari Luce unter den Tastaturen“), Max nutzt die Klack-App für Tastaturgeräusche
HomeKey-Projekt: Max hat ESP32 mit NFC-Reader an der Wohnungstür – Tür öffnet per Apple Watch; für Kolja gibt es eine NFC-Karte vom Congress
Bauhaus Dessau: Robb übernachtete im UNESCO-Welterbe auf dem Stand von 1926 (nur Kaltwasser, lebensgefährliche Balkone), besucht Meisterhäuser von Klee und Kandinsky
Coding Agents: Max‘ Erfahrungen mit Pi + DeepSeek und die Frage wie man eine Codebase durchdringen soll wenn man nie mit ihr in Berührung kommt
Irgendein Unternehmen gibt versehentlich in einem Monat eine halbe Milliarde für Claude Tokens aus. Ups!
Token-Leaderboards: Wenn Token-Verbrauch als Produktivitätsmetrik gilt, ist die Bubble perfekt
Airbus-Werksabholung: Robb beschreibt die Abholung eines Airbuses im Werk
5 Gedanken zu „Macht doch mal Überweisungen sexy!“
Rob
Hallo, Rob hier, bin ein Neuhöhrer von euch. Max kenn ich aber schon ewig durch MM, FS und WMR. Von daher freue ich mich, dass die Reise für mich weitergeht. Es ist ein großer Spaß durch den Rewe zu latschen oder andere Dinge zu tun und euch zu zuhören. In diesen Sinne vielen Dank.
Kurz zu Max‘ Frage bzgl. Coding Agent Nutzung. Ich nutze selber auch gar keine Agents, obwohl ich auf meinem M3 auch ein olama mit verschiedenen Modellen und OpenClaw theoretisch am laufen habe. Aber ich weiß einfach nicht wofür. Dagegen der klassische Ansatz, in VSCode + Github Copilot einen Coding Agent zu verwenden ist mein daily business und macht auch meistens Spass.
Ich bin da aber auch sehr hin und her gerissen. Einerseits können sie so nützlich sein aber andererseits hab ich oft auch das Gefühl, ich hätte das Problem, über alle Itterationen, in der gleichen Zeit auch selbst gelöst bekommen. Aber mit dem entscheidenden Unterschied, viel weniger Katzencontent in der Zeit konsumieren zu können. Von daher ein Hoch auf unseren neuen AI Overloards!
Zu meinem Erfahrungen über das Verständnis der code base. Ich produziere hauptsächlich Wegwerf-Software. So nenne ich sie immer weil wir eigentlich ein Manufakturbetrieb sind. Kein Projekt ist wie das Andere und wir erfinden für jeden Auftrag alle Räder immer wieder neu. Das hab ich schon oft und vielfältig versucht zu ändern, aber noch keinen Erfolg gehabt. Daher ist es meistens so, wenn wir zum Kunden shippen, sehen wir die code base zum letzten Mal. Und dafür funtioniert es schon sehr gut, einfach zu ignorieren, dass man den den nicht vollständig kennt und nur in die Stellen wirklich eintaucht, die grade Probleme machen. Ein bisschen wie lean development, nur die Probleme anzugehen, die wirklich anstehen und der Rest rottet vor sich hin. Code und Problemanalyse geht ja auch richtig gut mit KI. Zumindest bei uns, weil OpenSource + Doku + große Userforen des Werkzeugs.
Bei meinen privaten oder semi-privaten Projekten habe ich zwar auch keinen genauen Überblick über die internals aber da gebe ich mir große Mühe ein Möchtegern-Archtekt zu sein und wirklich scharf zu trennen zwischen Code, Struktur und Daten. Die KI wird hart darauf festgenagelt jede Kleinigkeit in Datenschema und Config files vorzuhalten und dieses gut zu dokumentieren. Dazu dann eine sinnvolle Testabdeckung aufzubauen und mitzuführen. Ich hab damit eine gefühltes Interfaces zum Programminneren, ohne wirklich jemals in den Code zu schauen. Habe da so mehrere Python Projekte, Teilweise Web teilweise Cli+Desktop GUI, wo das sehr gut funktioniert. Ich lese halt aber trozdem immer noch vor jedem commit alles und versuche es zumindest zu verstehen. Auch weil wir alle wissen das KI manchmal einfach kompletten Blödsinn macht.
Genau die Story von Robb mit dem leeren Verzeichnis hatte ich auch letztens. Aber das kann dir eben auch auf viel höheren Ebenen passieren. Allein das ist schon Anreiz für mich zumindest ein Gefühl für die Abläufe im Inneren haben zu wollen.
Sorry ist bisschen viel geworden, wollte nur mal Dank da lassen.
Tschö
Zur Agent-Frage: Bei uns in der Agentur (ca. 250 MA in DACH) wird hauptsächlich Github Copilot genutzt. Da wir viele Kunden haben, ist das aber von Projekt zu Projekt unterschiedlich, manche arbeiten auch mit Cursor oder Claude.
Kleinere „modernere“ Kunden (z.B. aus der Medienbranche) sind schon Anfang 2025 auf uns zugekommen mit der Anforderung, das mehr zu nutzen im Development. Manche haben das erst seit diesem Jahr auf dem Schirm. Aber es ist mittlerweile überall angekommen.
Wie das konkret aussieht: In meinem aktuellen Projekt haben wir von Kundenseite den Business Github Copilot-Zugang. Manche Devs verbrauchen den recht fix, ich bin am Monatsende bei 50% Nutzung. Wir haben keine Vorgaben, jede*r nach eigenem Ermessen. Alles wird behandelt als hätte man es selbst getippt. Manche nutzen das eher wie Google/StackOverflow, manche bauen sich Markdown Files und machen Sachen parallel.
Andere Kollegen/Kunden haben da strengere Vorgaben, bis hin zu: darf offiziell keinen Code manuell schreiben. Ich weiss aber nicht wie streng das wirklich gelebt wird. Manche Projekte prüfen nicht mehr jede Zeile, Reviews passieren nur noch per „Agent“.
Mittlerweile erwarten Kunden wie selbstverständlich dass wir schneller und billiger liefern. Da wir gerade wirtschaftlich sehr am straucheln sind, und viele Kündigungen in den letzten Monaten hatten, gibt es auch nicht wirklich Gegendruck.
Wie gesagt, ich weiss nicht ob das dann auch 100% so gelebt wird. Der Gedanke dahinter ist, dass manche Senior/Principal Devs oder Architects zu teuer sind, um „manuell“ zu Entwickeln. Am Ende prüft das niemand nach. So schlimm ist es noch nicht dass die Usage gemonitort wird.
Das ist eben IT-Agentur, da ist der Kostendruck nochmal anders als wenn man In-House als Dev arbeitet.
Es ist alles einfach nur dumm aktuell. Es gibt auch schon die Empfehlung, nur noch per Voice zu entwickeln, weil ist ja schneller haha.
Aber mich würde es nicht wundern wenn sowas irgendwann generell eingeführt wird. Aktuell wird an Projektkonzepten gearbeitet, die keine Hands-On Arbeit mehr vorsieht („AI-First Delivery“), als Zwischenschritt zu quasi Dark-Factorys, wo nur noch 2 Leute auf ein Dashboard gucken und alles durchautomatisiert wird.
Hallo, Rob hier, bin ein Neuhöhrer von euch. Max kenn ich aber schon ewig durch MM, FS und WMR. Von daher freue ich mich, dass die Reise für mich weitergeht. Es ist ein großer Spaß durch den Rewe zu latschen oder andere Dinge zu tun und euch zu zuhören. In diesen Sinne vielen Dank.
Kurz zu Max‘ Frage bzgl. Coding Agent Nutzung. Ich nutze selber auch gar keine Agents, obwohl ich auf meinem M3 auch ein olama mit verschiedenen Modellen und OpenClaw theoretisch am laufen habe. Aber ich weiß einfach nicht wofür. Dagegen der klassische Ansatz, in VSCode + Github Copilot einen Coding Agent zu verwenden ist mein daily business und macht auch meistens Spass.
Ich bin da aber auch sehr hin und her gerissen. Einerseits können sie so nützlich sein aber andererseits hab ich oft auch das Gefühl, ich hätte das Problem, über alle Itterationen, in der gleichen Zeit auch selbst gelöst bekommen. Aber mit dem entscheidenden Unterschied, viel weniger Katzencontent in der Zeit konsumieren zu können. Von daher ein Hoch auf unseren neuen AI Overloards!
Zu meinem Erfahrungen über das Verständnis der code base. Ich produziere hauptsächlich Wegwerf-Software. So nenne ich sie immer weil wir eigentlich ein Manufakturbetrieb sind. Kein Projekt ist wie das Andere und wir erfinden für jeden Auftrag alle Räder immer wieder neu. Das hab ich schon oft und vielfältig versucht zu ändern, aber noch keinen Erfolg gehabt. Daher ist es meistens so, wenn wir zum Kunden shippen, sehen wir die code base zum letzten Mal. Und dafür funtioniert es schon sehr gut, einfach zu ignorieren, dass man den den nicht vollständig kennt und nur in die Stellen wirklich eintaucht, die grade Probleme machen. Ein bisschen wie lean development, nur die Probleme anzugehen, die wirklich anstehen und der Rest rottet vor sich hin. Code und Problemanalyse geht ja auch richtig gut mit KI. Zumindest bei uns, weil OpenSource + Doku + große Userforen des Werkzeugs.
Bei meinen privaten oder semi-privaten Projekten habe ich zwar auch keinen genauen Überblick über die internals aber da gebe ich mir große Mühe ein Möchtegern-Archtekt zu sein und wirklich scharf zu trennen zwischen Code, Struktur und Daten. Die KI wird hart darauf festgenagelt jede Kleinigkeit in Datenschema und Config files vorzuhalten und dieses gut zu dokumentieren. Dazu dann eine sinnvolle Testabdeckung aufzubauen und mitzuführen. Ich hab damit eine gefühltes Interfaces zum Programminneren, ohne wirklich jemals in den Code zu schauen. Habe da so mehrere Python Projekte, Teilweise Web teilweise Cli+Desktop GUI, wo das sehr gut funktioniert. Ich lese halt aber trozdem immer noch vor jedem commit alles und versuche es zumindest zu verstehen. Auch weil wir alle wissen das KI manchmal einfach kompletten Blödsinn macht.
Genau die Story von Robb mit dem leeren Verzeichnis hatte ich auch letztens. Aber das kann dir eben auch auf viel höheren Ebenen passieren. Allein das ist schon Anreiz für mich zumindest ein Gefühl für die Abläufe im Inneren haben zu wollen.
Sorry ist bisschen viel geworden, wollte nur mal Dank da lassen.
Tschö
Herzlich willkommen!
Hi!
Zur Agent-Frage: Bei uns in der Agentur (ca. 250 MA in DACH) wird hauptsächlich Github Copilot genutzt. Da wir viele Kunden haben, ist das aber von Projekt zu Projekt unterschiedlich, manche arbeiten auch mit Cursor oder Claude.
Kleinere „modernere“ Kunden (z.B. aus der Medienbranche) sind schon Anfang 2025 auf uns zugekommen mit der Anforderung, das mehr zu nutzen im Development. Manche haben das erst seit diesem Jahr auf dem Schirm. Aber es ist mittlerweile überall angekommen.
Wie das konkret aussieht: In meinem aktuellen Projekt haben wir von Kundenseite den Business Github Copilot-Zugang. Manche Devs verbrauchen den recht fix, ich bin am Monatsende bei 50% Nutzung. Wir haben keine Vorgaben, jede*r nach eigenem Ermessen. Alles wird behandelt als hätte man es selbst getippt. Manche nutzen das eher wie Google/StackOverflow, manche bauen sich Markdown Files und machen Sachen parallel.
Andere Kollegen/Kunden haben da strengere Vorgaben, bis hin zu: darf offiziell keinen Code manuell schreiben. Ich weiss aber nicht wie streng das wirklich gelebt wird. Manche Projekte prüfen nicht mehr jede Zeile, Reviews passieren nur noch per „Agent“.
Mittlerweile erwarten Kunden wie selbstverständlich dass wir schneller und billiger liefern. Da wir gerade wirtschaftlich sehr am straucheln sind, und viele Kündigungen in den letzten Monaten hatten, gibt es auch nicht wirklich Gegendruck.
Hab ich das richtig verstanden: es gibt bei euch Teams bei denen der Code AI generiert sein MUSS? Alter.
Ja.
Wie gesagt, ich weiss nicht ob das dann auch 100% so gelebt wird. Der Gedanke dahinter ist, dass manche Senior/Principal Devs oder Architects zu teuer sind, um „manuell“ zu Entwickeln. Am Ende prüft das niemand nach. So schlimm ist es noch nicht dass die Usage gemonitort wird.
Das ist eben IT-Agentur, da ist der Kostendruck nochmal anders als wenn man In-House als Dev arbeitet.
Es ist alles einfach nur dumm aktuell. Es gibt auch schon die Empfehlung, nur noch per Voice zu entwickeln, weil ist ja schneller haha.
Aber mich würde es nicht wundern wenn sowas irgendwann generell eingeführt wird. Aktuell wird an Projektkonzepten gearbeitet, die keine Hands-On Arbeit mehr vorsieht („AI-First Delivery“), als Zwischenschritt zu quasi Dark-Factorys, wo nur noch 2 Leute auf ein Dashboard gucken und alles durchautomatisiert wird.